Vorwegnahme bedeutete auch, dass statistische Daten über Lehrer auf dem neuesten Stand gehalten werden mussten. Während der meisten der 1990er Jahre gab es jedoch eine Pause in der Sammlung, bis 1999 mit einer regulären Sammlung begonnen wurde. Diese Datenerhebung erfolgt heute alle 3 Jahre. Zusätzlich zu diesen Daten über Gruppengrößen und Änderungen der Unterrichtszeit werden sowie Daten zur Lehrerzerminierung verwendet. Wenn Ihre Verhandlungseinheit die Verhandlungen mit Ihrer Schulgerichtsbarkeit nicht abgeschlossen hat, können Arbeitgeber keine willkürlichen Vergütungen oder Arbeitsbedingungen ändern. Ausgelaufene Tarifverträge werden bis zur Ratifizierung eines neuen Abkommens weiter überbrückt. Obwohl Grundschullehrer den Boden für die Leistungen der Kinder während ihrer Schullaufbahn bereiten, werden sie in die Kategorie A12 eingestuft, was sie zu Geringverdienern in Schulen macht. Besonders ungerecht ist, dass in vielen Staaten das Studium des Unterrichts an Grundschulen so lange dauert wie die Lehrqualifikation für den Sekundarbereich (Gesamt- und Gymnasien). Lehrer fallen je nach Schultyp in Gehaltsgruppen, unabhängig davon, ob sie in einer staatlichen oder privaten Schule und ihrem Fachgebiet arbeiten. Lehrer an staatlichen Schulen werden in “Lohnstufen A12 bis A16” eingeteilt, da die überwiegende Mehrheit der Lehrer in Deutschland an staatlichen Schulen beschäftigt ist, basieren die meisten Verdienstzahlen auf diesen “Lohnnoten”.

Wer an einer Schule beschäftigt ist, kann sein Gehalt jedoch in den “Lohnbändern” im Tarifvertrag der Bundesländer (mit unterschiedlichen Regelungen in Berlin und Hessen) überprüfen. Den Bildungsministerien in jedem Bundesland steht es weitgehend frei, die Zahl der Lehrerstunden und -gehälter willkürlich festzulegen, was zu einem echten Wettbewerb zwischen den Bundesländern geführt hat. Hamburg führt das Rennen um die Lehrergehälter an. 2015 lag das Bruttogehalt für Vollzeitlehrer in Hamburg um 8,7 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Sachsen-Anhalt folgte mit +8,2% dicht dahinter. Am schlechtesten schnitten das Saarland und Rheinland-Pfalz mit 3,8 % bzw. 4,0 % unter dem Landesdurchschnitt ab. In Hamburg verdiente ein Grundschullehrer im ersten Beschäftigungsjahr 3.478 Euro brutto, in Rheinland-Pfalz 3.116 Euro. Auch die Zahl der Pflichtstunden sollte für einen aussagekräftigeren Vergleich berücksichtigt werden: In Sachsen-Anhalt hat ein Vollzeit-Grundschullehrer 27 Unterrichtsstunden pro Woche und verdient im ersten Jahr 3.204 Euro.

Im Saarland sind 28,5 Stunden erforderlich, mit einem geringeren Verdienst von 3.156 €. Wie bei Grundschullehrern wird auch die Mehrheit der Lehrer an weiterführenden Schulen in die Gehaltsgruppe A12 eingeteilt. Lehrer an weiterführenden Schulen sind oft mit schwierigen Unterrichtssituationen konfrontiert.